Theologie

Der 1. Korintherbrief

Dienstag, 05.12.2017

Der 1. Korintherbrief gibt einen besonderen Einblick in die sozialgeschichtlichen Hintergründe und ethischen Spannungen in einer frühen christlichen Gemeinde: Fragen der Sozial- und Sexualethik, zum Verständnis von Gemeinde und ihrer Leitung, zur Rolle von Mann und Frau, zum Gottesdienst und zur Rolle Geistbegabung waren zu klären. Zudem soll der Brief aber dezidiert als Zeugnis paulinischer Theologie in den Blick genommen werden. Paulus entwirft als Reaktion auf die konkreten Anfragen und Spannungen ein theologisches Einheitskonzept, das die unterschiedlichen Themenbereiche zusammenbindet. Der Zerrissenheit der korinthischen Gemeinde stellt der Apostel den Gedanken der Einheit Gottes (1Kor 8,4-6) gegenüber, in die zunächst Christus und dann die Gemeinde als Glieder Christi einbezogen werden. Daraus leitet er die eschatologische Hoffnung einer individuellen Auferstehung ab, wenn der lebenstiftende Gott „alles in allem“ sein wird. Die exegetischen Vorlesung verbindet eine fortlaufende Einzelanalyse mit einer theologischen Gesamtschau des Briefes. Der Brief sollte vor Beginn des Semesters einmal ganz gelesen sein (am besten mit Blick in den griechischen Text!) Literatur: C. Wolff, Der erste Brief des Paulus an die Korinther (ThHK 7), Berlin 2. Aufl. 2000. D. Zeller, Der erste Brief an die Korinther (KEK 5), Göttingen 2010. Eine Auswahlbibliographie wird zu Beginn der Vorlesung verteilt und begleitend zur Vorlesung erweitert.

Veranstaltungsart:Vorlesung/Seminar
Dozierende(r): Prof. Dr. Rainer Hirsch-Luipold
05.12.2017:14:15 - 16:00
Ort: Unitobler
Lerchenweg 32-36
3012 Bern
F-105, Hörraum

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