Kunstgeschichte

Der Prager Dom: Endpunkt und Weiterführung der gotischen Kathedrale

Dienstag, 05.12.2017

Die Epoche der Gotik ist untrennbar mit dem aufstrebenden französischen Königtum der Kapetinger und dem damit verbundenen Kathedralbau verbunden. Aus regionalen Anfängen entstand nach 1200 eine internationale Bewegung, die bis 1300 Gesamteuropa erfasste. Dabei spielten die Rationalisierung des Bauvorgangs sowie die wachsende Höhenerstreckung und Durchlichtung im „strahlenden Stil“ (style rayonnant) eine entscheidende Rolle. Für den Erfolg der Gotik waren kulturelle und liturgische Veränderungen Ausschlag gebend, nicht zuletzt die „erste industrielle Revolution“. Komplexe Bauten wie sie gotische Kathedralen darstellen, setzen eine hohe Bauorganisation, institutionalisierte Bauhütten sowie eine neue Stellung des Architekten voraus. Die Vorlesung geht anhand von Schlüsselbauten im nördlichen Frankreich diesen Phänomenen nach und umreisst das mentalitätsgeschichtliche Umfeld, diskutiert ideologische und bautechnische Aspekte und nimmt ferner die Kathedrale als „Multifunktionsraum“ in den Blick. Daneben wird die Bedeutung der profanen Bauaufgaben gestreift.

Veranstaltungsart:Schnuppervorlesung
Dozierende(r): Prof. Dr. Bernd Nicolai
05.12.2017:16:15 - 17:45
Ort: UniS
Schanzeneckstrasse 1
3012 Bern
A003

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