Theologie

Ethik Grundkurs

Dienstag, 04.12.2018

Wer kennt das nicht: die Frage, was getan werden soll, ist unendlich einfach und unendlich schwer. Sie ist leicht, weil sie sich aufdrängt und notorisch dort begegnet, wo es mehr als eine Handlungsoption gibt. Die Frage, was wir tun sollen, ist gleichzeitig unendlich schwer, weil die Mixtur aus Optionen, Mehrdeutigkeiten, Doppelwirkungen etc. zu epistemischer Intransparenz führt. Insofern beabsichtigt dieser Grundkurs Ethik eine kritische Reflexion auf einfache Antworten auf Fragen der Moral. Dabei soll nicht verlegen ins Harmlose abgebogen werden: Nach einer interdisziplinären Einführung in Grundtypen der Ethik und in Instrumente ethischer Argumentation, wobei ein Fokus auf Fehlschlüsse gelegt werden soll (z.B. Genese-Geltungs-Fehlschluss oder straw man fallacy), folgt im Hauptteil des Grundkurses jeweils ein problemorientierter Fokus auf konkrete ethische Problembezirke. Einzelne Fragestellungen und Bereiche der materialen Ethik lauten zum Beispiel: »Über die Freiheit, sich nicht zu schämen. Oder: Über Sexualethik« oder »Wird unser Tun durch die Struktur des Gehirns oder die Struktur unseres Hirns durch unser Tun bestimmt?« Oder: Über Neuroethik. Der Fokus auf die jeweils von Nöten und Ängsten belasteten Existenzen orientiert sich implizit und explizit und in interdisziplinärer Offenheit am biblischen Realismus und folgt dem theologisch-reformfierten Anliegen der Anerkennung von Andersheit und Vielheit. Auf dieser Basis sollen Aspekte der Frage, was getan werden soll, multiperspektivisch gespiegelt werden.

Veranstaltungsart:Vorlesung/Seminar
Dozierende(r): Herr Prof. Dr. Matthias Wirth
04.12.2018:08:15 - 10:00
Ort: Unitobler
Lerchenweg 32-36
3012 Bern
1. UG, F-106

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