Kunstgeschichte

Das Bauhaus und das Neue Bauen

Mittwoch, 05.12.2018

Schnupperseminar im Rahmen der Bachelorinformationstage: Heute ist das Bauhaus in aller Munde und es entsteht der Eindruck, als ob das Bauhaus allein für die neue Architektur des „Neuen Bauens“ verantwortlich gewesen wäre, das seit einigen Jahren populär unter dem wenig glücklichen Label des „Bauhausstiles“ firmiert. Dabei war das Neue Bauen eine vielschichtige und regional differenzierte Bewegung, die besonders in Frankfurt (Ernst May, ab 1925) und Berlin (Martin Wagner ab 1926), aber auch in Breslau (WuWa 1928) sowie Celle (Otto Haeseler, ab 1924/25) und anderenorts verbreitet wurde. Das Seminar geht der Frage nach, welche Architekturkonzepte in den verschiedenen Bauhausphasen in Weimar (bis 1925) und Dessau (1925-32) entwickelt wurden, welche Einflüsse von aussen (Theo van Doesburg und die Niederlande) eine Rolle spielten und wie sich die Entwicklung nach dem Rücktritt von Walter Gropius 1928 unter dem kurzen Rektorat des Schweizers Hannes Meyer (1928-30) darstellte. Von besonderem Interesse ist die Entwicklung von Gropius, der bereits im Kaiserreich durch bahnbrechende Industriebauten auftrat und bis 1925 in einer entscheidenden Bürogemeinschaft mit Adolf Meyer seine Projekte entwickelte. Neben den expressionistischen Experimenten über die programmatischen Bauhausausstellung 1923 bis hin zu den Bauhausbauten in Dessau liegt ein Fokus auf der publizistischen Tätigkeit mit der Reihe der Bauhausbücher, die 1925 mit dem Band «Internationale Architektur» eröffnet wurde (http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/gropius1925).

Veranstaltungsart:Vorlesung/Seminar
Dozierende(r): Prof. Dr. Bernd Nicolai
05.12.2018:16:15 - 17:45
Ort: Institut für Kunstgeschichte
Mittelstrasse 43
3012 Bern
120, Seminarraum

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