Islamwissenschaft

Methodische Übung: Wir schreiben Geschichte! Nutzen und Praxis der Begriffsgeschichte in der Islamwissenschaft

Dienstag, 04.12.2018

Begriffsgeschichte konstituiert sich gegenwärtig als eigenes Forschungsfeld in der Islamwissenschaft. An unserem Institut zeugt davon der Forschungsschwerpunkt „Nahöstliche Sattelzeit“, der sich der Herausbildung der zentralen Begriffe der Moderne im Arabischen, Türkischen und Persischen widmet, also danach fragt, wie die Moderne im Nahen Osten zustande kam. An anderen Institutionen werden arabische Texte im grossen Stil digitalisiert, was auch begriffsgeschichtlicher Forschung neue Möglichkeiten eröffnet. Das gegenwärtige Aufkommen der Begriffsgeschichte in der Islamwissenschaft resultiert also aus einem theoretisch-historischen Interesse („wie wurde die Moderne“?) und wird von technischen Möglichkeiten (Digitalisierung) befördert. In dieser Veranstaltung lernen die Studierenden den Nutzen (und die Grenzen) der Begriffsgeschichte in der Islamwissenschaft sowie Möglichkeiten (und Schwierigkeiten) ihrer Praxis kennen. Dabei nutzen wir, insbesondere zu Beginn der Veranstaltung, kürzere grundlegende Texte als Input; der Schwerpunkt liegt aber auf einem eigenen begriffsgeschichtlichen Projekt, das wir gemeinsam konzipieren und in Gruppen durchführen werden. Die Übung ist nicht nur für mögliche zukünftige eigene Forschung relevant, sondern auch für das Verständnis vorhandener Forschungsergebnisse und deren Zustandekommen sowie für eine reflektierte Positionierung des eigenen Studienfachs der Islamwissenschaft im Verhältnis zu anderen Fächern.

Veranstaltungsart:Vorlesung/Seminar
Dozierende(r): Dr. Florian Zemmin
04.12.2018:16:15 - 18:00
Ort: Unitobler
Lerchenweg 36
3012 Bern
1. UG, F-122, Seminarraum

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