Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft

Basiskurs: Lessings Dramen im Kontext seiner religionskritischen Schriften

Mittwoch, 05.12.2018

Keiner der Aufklärungsautoren hat wie Lessing verstanden, seine kritischen, d.h. theoretischen Ansätze so wirkungsvoll auf der Bühne umzusetzen; und zwar nicht nur hinsichtlich formaler Kriterien, wie er sie in der "Hamburgischen Dramaturgie" (1767-69) festgehalten hat, sondern auch in Bezug auf für seine Zeit bestimmende Themen wie Religion, Geschichte, Philosophie und Politik. In diesem Seminar soll anhand von Lessings Kritik an der Theologie seiner Zeit die enge Verschränkung von Lessings theoretischen Schriften mit seinen Dramen aufgezeigt und dabei gleichzeitig auf Lessings Verhältnis zum Christentum eingegangen werden. Ausgehend von "Nathan der Weise" (1779) und den theoretischen und apologetischen Schriften, die dieses Drama flankiert haben, soll Lessings Plädoyer für eine Humanitätsreligion erläutert werden, um anschliessend die Genese seiner Theologiekritik nachzuvollziehen. Lessings frühe Dramen "Die Juden" und "Der Freigeist" liefern dazu ebenso wichtige Hinweise wie die bekannten Dramen "Minna von Barnhelm", "Miss Sara Sampson" und "Emilia Galotti", die mithilfe der religionskritischen Schriften aus dieser Zeit einer Relektüre unterzogen werden sollen.

Veranstaltungsart:Vorlesung/Seminar
Dozierende(r): Dr. Daniela Kohler
05.12.2018:12:15 - 14:00
Ort: Unitobler
Lerchenweg 32-36
3012 Bern
EG, F012, Seminarraum

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