Musikwissenschaft

Die Entdeckung globaler Musikwelten: Eine Geschichte der Ethnomusikologie

Mittwoch, 05.12.2018

Bereits die frühen Entdeckungsreisenden, aber auch Kolonisatoren oder Missionare haben immer wieder die Musiktraditionen dokumentiert, denen sie auf ihren Reisen begegnet sind – soweit dies im Rahmen der jeweiligen Darstellungstechniken möglich war. Die eigentliche Geschichte der Ethnomusikologie beginnt jedoch erst im späten 19. Jahrhundert – auch in Verbindung mit der Entwicklung neuer technischer Darstellungsmöglichen wie dem Phonographen. Diese Überblicksvorlesung erkundet die unterschiedlichen Perspektiven, Methoden, zentralen wissenschaftlichen Ansätze und WissenschaftlerInnen im Kontext der jeweiligen Zeit. War die frühe deutschsprachige Vergleichende Musikwissenschaft zunächst stark von psychoakustischen Fragestellungen geprägt, so geriet sie später nicht zuletzt durch die enge Verbindung mit der sogenannten Kulturkreislehre in eine Sackgasse. Unter starkem Einfluss der von der Feldforschung geprägten US-amerikanischen Anthropologie erneuerte sich das Fach in den 1950er Jahren als „Ethnomusikologie.“ In der Folge entwickelte sich eine Vielfalt von Ansätzen, die sich auch in neuen Bezeichnungen wie der „Kulturellen Anthropologie der Musik“ widerspiegeln. In der Vorlesung werden zudem nicht nur zentrale Ethnomusikologen wie Alan P. Merriam, John Blacking oder Bruno Nettl vorgestellt, sondern auch die zentralen thematischen, geographischen Forschungsfelder und methodischen Ansätze.

Veranstaltungsart:Vorlesung/Seminar
Dozierende(r): Prof. Dr. Britta Sweers
05.12.2018:10:15 - 11:45
Ort:
Mittelstrasse 43
3012 Bern
1. Etage, 120, Seminarraum

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